Zwingergeschichte>

Beginn

Es begann alles 1972 mit einem Besuch bei Familie Stein im Viernheimer Gewerbegebiet. Dort betrieb Herr Ph. Stein nicht nur eine renommierte Bauschlosserei, sondern züchtete auch Airedale-Terrier unter dem Zwingernamen „vom Haus Stein“. So wollte ich eines Abends meiner Frau Heidi, unseren beiden Kindern Ute (11 Jahre) und Martin (10 Jahre) den bereits bestellten Airedale-Welpen zeigen. Dort angekommen, gingen wir durch das geöffnete Tor über das Betriebsgelände in den rückwärtigen Teil des Grundstücks, wo sich die Zwingeranlage befand. Zunächst war alles ruhig. Doch als wir kurz vor der überdachten Anlage ankamen, sprangen plötzlich mehrere Airedales mit fürchterlichem Gebell an der Innenseite des Stahlgitters hoch. Meine Frau und die beiden Kinder waren so erschrocken, daß sie auf der Stelle umkehrten und fluchtartig zum Grundstückeingang liefen. Ihr Kommentar voller Angst: „So einen Hund wollen wir nicht!“. Als ich Herrn Stein, der inzwischen aus dem Wohnhaus herauskam, die Situation und insbesondere die Reaktion meiner Familienmitglieder schilderte, meinte er nur: „Ja, wenn die Familie nicht mitzieht, dann kannst Du keinen Airedale nehmen.“ Jetzt war ich mit meinem Latein am Ende. Doch der Züchter wußte Rat. Während wir noch zum Teil sehr verängstigt im Hof warteten, ging Herr Stein ins Haus zurück und kam mit einem bildhübschen, blau-grauen, kleinen Hund wieder mit der Bemerkung: „Achtung, nicht anfassen, der beißt!“. Sein Herrchen hielt ihn fest und wir durften dieses Prachtstück von Hund streicheln. Das Fell fühlte sich an wie Persianer-Pelz, samtig und ganz weich. Es war der erste Kerry-Blue-Terrier, den wir bewußt sahen. Wir waren damals so begeistert, dass wir uns sofort für diese Rasse entschieden. Jetzt kam das Problem. Herr Stein züchtete nur Airdales und keine Kerrys.Doch er gab uns die Telefonnummer vom KFT.