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Beschreibung

 

Kerry Blue Terrier der Fédération Gynologique Internationale, Scrétariat Général: 13, Place Albert I, B-6530 Thuin, Belgique; FCI-Standard Nr. 3, 28.09.2001  Deutsche Übersetzung von E. Peper

 

 

Ursprung

Irland

 

Datum der Publikation des gültigen Orginalstandardes:

27.01.2001

 

Verwendung

Wird bei der schweren Aufgabe eingestetzt, Otter im
tiefen Wasser aufzugreifen, sich unterirdisch mit
Dachsen auseinanderzusetzen und Raubzeug zu jagen.
Er ist ein guter Wachhung und treuer Begleiter.

 

Klassifikation FCI:

Gruppe 3 Terrier
Sektion 1 Hochläufiger Terrier
Ohne Arbeitsprüfung

 

Kurzer Geschichtlicher Abriss:

Wie von allen anderen irischen Terrierrassen, so wird auch vom Kerry Blue Terrier vermutet, daß er schon seit Jahrhunderten in diesem Land vorkommt; man findet jedoch bis zum 20. Jahrhundert aufgrund seiner ursprünglichen Verwendung als Rattenfänger und als vielseitig eingesetzter Bauernhund, wenn überhaupt, nur wenige Hinweise auf die Rasse. Die vermutlich erste schriftliche Erwähung des Kerry Blue stammt aus dem Jahr 1847: Der Autor beschreibt einen bläulich, schieferfarbenen Hund mit dunkleren Flecken und oft mit Loh an den Läufen und um den Fang. Man nahm an, daß dieser schwärzlichblaue irische Terrier überwiegend in Kerry verbreitet war, war er aber genauso in anderen Grafschaften zu finden. Der Blaue Terrier
erschien erstmalig im Jahre 1913 im Ausstellungsring und im Jahre 1920 gründete die der "Dublin Blue Terrier
Club". Der Kerry Blue wurde als eine Art Maskottchen der irischen Patrioten sehr schnell derart beliebt, daß sich vorübergehend sogar 4 Klubs seiner annahmen, die zwischen 1922 und 1924 nicht weniger als 6 Ausstellungen und 6 Arbeitsprüfungen veranstalteten.
Ab 1931 wurde dieser beeindruckende, ausgewogene Terrier mit seinem herrlichen weichen blauen Haar weltweit immer beliebter und sein Ruf als ausgezeichneter Arbeits- und Begleithund wurde der Einschätzung gerecht, die Rasse sei "nahezu vollkommen".

 

Allgemeines Erscheinungsbild:

Der typische Kerry Blue Terrier sollte stattlich, gut gebaut und ausgewogen im Erscheinungsbild sein; er sollte einen gut entwickelten, muskulösen Körper haben, der deutlich erkennbar die typischen Merkmale eines Terriers aufweist.

 

Verhalten / Charakter (Wesen):

Durch und durch ein Terrier. Das alles entscheidende Merkmal, der Ausdruck, muß durchdringend und wachsam sein.

 

Kopf:

Reichlich behaart. Rüden sollen einen kräftigeren Kopf haben und stärker bemuskelt sein als die Hündinnen.

 

Oberkopf:

Schädel: Kräftig und ausgewogen .
Stop: Gering.

 

Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: Schwarz, Nasenlöcher groß und weit
Fang: Das Vorgesicht sollte mittellang sein.
Kiefer / Zähne: Kiefer stark und muskulös mit der Fähigkeit, jederzeit zupacken zu können. Zähne groß, gleichmäßig und weiß, Scherenbiß, Zangengebiss annehmbar. Zahnfleisch und Gaumen dunkel pigmentiert.
Augen: Dunkel oder dunkelhaselnußbraun, mittelgroß und gut eingesetzt, durchdringend im Ausdruck.
Ohren: Dünn und nicht groß, nach vorne fallend oder nach vorne gerichtet dicht an den Seiten des Kopfes getragen, sodaß der durchdringende scharfe Terrierausdruck noch stärker betont wird.

 

Hals

Von passenen Proportionen, mit gutem Schulteraufsatz, mäßig lang.

 

Körper

Rücken: Mittellang, eben.
Lendenpartie: von mäßiger Länge.
Brust: Tief, mäßig breit, gut gewölbte Rippen.

 

Rute:

Dünn, gut angesetzt, aufrecht und fröhlich getragen.

 

Gliedmassen:

Vorderhand: Vorderläufe, von vorne gesehen, gerade, mit guten Knochen.
Schultern: Klar umrissen, schräg und gut anliegend.
Hinderhand: Die Hinterläufe stehen gut unter dem Körper.
Oberschenkel: Gut entwickelt, muskulös.
Sprunggelenk: Kräftig.
Pfoten: Kompakt, Ballen kräftig und rund, Krallen schwarz.

 

Gangart / Bewegung:

Gut koordiniert und parallel, raumgreifend in der Vorderhand, mit kraftvollem Schub aus der Hinterhand. In der Bewegung sollte die Rückenlinie gerade bleiben, Kopf und Rute sollten hoch getragen werden.

Haarkleid:

Haar: Weich, üppig und wellig.
Farbe: Blau in jeder Schattierung, mit oder ohne schwarzen Abzeichen. Schwarz ist nur bis zum Alter von 18 Monaten zulässig, gleiches gilt für einen lohfarben Anflug.

 

Größe und Gewicht:

Widerristhöhe: Für Rüden 45,5 bis 49,5 cm
für Hündinnen 44,5 bis 48 cm
Gewicht: Für Rüden 15 bis 18 kg, für Hündinnen entsprechend weniger.

 

Fehler

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauerem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

  • Vorbiss, Rückbiss.
  • Fleischfarbenes Zahnfleisch.
  • Gelbe oder helle Augen.
  • Rücken gewölbt oder eingesunken.
  • Schmale Brust.
  • Abstehende Ellenbogen.
  • Weiße oder elfenbeinfarbe Krallen.
  • Wolfskrallen an den Hinterläufen, oder Anzeichen dafür, daß diese entfernt wurden.
  • Enge, kuhhessige oder stelzige Aktion der Hinterhand.
  • Hunde, denen im Ring Kopf oder Rute hochgehalten werden müssen, sollten bestraft werden.
  • Hartes, drahtiges oder borstiges Haar.
  • Jede andere Farbe als Blau, jedoch mit den erwähnten zugelassenen Ausnahmen.

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

 

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

Austellungsverbot für tierschutzwidrig kupierte Hunde

Nach der neuen Tierschutz-Hundeverordnung gilt ab 1. Mai 2002 ein Austellungsverbot für folgende Hunde aus dem In- und Ausland:

  1. Rute kupiert nach dem 1.06.1998 (Ausnahme jagdliche Verwendung gemäß deutschem Tierschutzgesetz).
  2. Das Austellungsverbot gilt nicht in den Ausnahmefällen, wenn eine medizinische Indikation vorliegt; eine entsprechende Bescheinigung ist der Meldung beizufügen.